Schilddrüsenunterfunktion: Warum sie zu Haarausfall führen kann
13.03.2025
Lesezeit: 8 min

Jeden Morgen das gleiche Bild: Du stehst vor dem Spiegel, und deine Haarbürste ist wieder voller Haare. Auf dem Kopfkissen, in der Dusche, überall findest du Haare. Die Angst wächst mit jedem Tag, genau wie das Gefühl, damit allein zu sein. Aber das bist du nicht. Tatsächlich kämpfen etwa 15-20% aller Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall. Bei Frauen ist die Kombination besonders häufig: In einer Studie wurde festgestellt, dass 33% der Patienten mit Hypothyreose unter Haarausfall leiden. (1)

Diese Zahlen mögen erschreckend klingen, aber sie zeigen vor allem eines: Du bist mit deinem Problem nicht allein. Schilddrüsenunterfunktion und Haarausfall sind eng miteinander verbunden, und es gibt Wege, damit umzugehen. Vielleicht fühlst du dich momentan hilflos oder von Ärzten nicht richtig verstanden. Möglicherweise hast du auch schon verschiedene Therapien ausprobiert, ohne den gewünschten Erfolg zu sehen. In diesem Artikel erfährst du, warum deine Schilddrüse so wichtig für gesundes Haarwachstum ist.
Wir schauen uns gemeinsam an, wie die Schilddrüsenhormone mit deinem Haar zusammenhängen und was du selbst tun kannst, um die Situation zu verbessern. Du bekommst praktische Tipps für den Alltag, Informationen zu wichtigen Laborwerten und erfährst, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Dieser Artikel begleitet dich Schritt für Schritt:
- Du lernst, wie deine Schilddrüse das Haarwachstum beeinflusst
- Du erfährst wie viel Haarausfall "normal" ist
- Du erfährst, welche Untersuchungen für die Diagnostik wichtig sind
- Du erfährst welche Fragen für deinen Arztbesuch wichtig sind
- Du bekommst konkrete Tipps für deine Haarpflege bei Schilddrüsenunterfunktion
- Du erfährst mehr über die richtige Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion und Haarausfall
- Du findest Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall
- Du liest, wie andere Betroffene damit umgehen
Eines vorweg: Auch wenn der Weg manchmal mühsam erscheint - eine gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion kann zu deutlicher Besserung des Haarausfalls führen. Bei etwa 60% der Betroffenen verbessert sich das Haarwachstum deutlich, wenn die Schilddrüsenwerte wieder im optimalen Bereich liegen. Lass uns gemeinsam verstehen, was in deinem Körper vorgeht und wie du aktiv werden kannst.
Die Schilddrüse und ihre Bedeutung für das Haar
Stell dir deine Schilddrüse wie einen kleinen Dirigenten vor, der das Orchester deines Körpers leitet. Dieses schmetterlingsförmige Organ wiegt zwar nur etwa 20 Gramm, hat aber einen erstaunlichen Einfluss auf fast alle Körperfunktionen, auch auf dein Haar. Aktuelle Studien der American Thyroid Association zeigen, dass die Schilddrüsenhormone T3 und T4 direkt auf die Haarfollikel einwirken und deren Wachstum steuern. (2)
Deine Schilddrüse produziert diese lebenswichtigen Hormone nicht einfach ins Blaue hinein. Sie arbeitet in einem komplexen Regelkreis mit deinem Gehirn zusammen. Die Steuerungszentrale, dein Hypothalamus, gibt dabei den Takt vor und sendet Signale an die Hirnanhangdrüse. Diese wiederum produziert das thyreoideastimulierende Hormon (TSH), das die Schilddrüse zur Produktion von T3 und T4 anregt. Nach Angaben des Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism ist dieser fein abgestimmte Prozess entscheidend für ein gesundes Haarwachstum.

Die Vorgänge an den Haarwurzeln
Jedes einzelne deiner etwa 100.000 Kopfhaare durchläuft einen Wachstumszyklus. Forschungen des European Journal of Dermatology haben gezeigt, dass sich normalerweise etwa 85-90% deiner Haare in der aktiven Wachstumsphase (Anagenphase) befinden. Diese Phase dauert bei gesunder Schilddrüsenfunktion zwei bis sechs Jahre. (3)
Die Schilddrüsenhormone spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie aktivieren die Stammzellen in deinen Haarfollikeln und sorgen dafür, dass neue Haarzellen gebildet werden.Besonders interessant ist die Erkenntnis der Harvard Medical School, dass Schilddrüsenhormone auch den Übergang zwischen den verschiedenen Wachstumsphasen regulieren.
Nach der Wachstumsphase tritt das Haar in eine kurze Übergangsphase (Katagenphase) ein, bevor es in die etwa dreimonatige Ruhephase (Telogenphase) übergeht. Bei einer gesunden Schilddrüse verlieren wir in dieser Phase täglich etwa 50-100 Haare - ein völlig normaler Prozess.

Die Rolle der Schilddrüsenhormone
Die Schilddrüsenhormone beeinflussen aber nicht nur das Wachstum selbst. Sie sind auch an der Produktion von Keratin beteiligt, dem Hauptbestandteil deiner Haare. Wissenschaftler des British Journal of Dermatology haben nachgewiesen, dass sie zudem die Durchblutung der Kopfhaut fördern und den Stoffwechsel der Haarfollikel ankurbeln. Das erklärt, warum gesunde Haare bei optimaler Schilddrüsenfunktion kräftig und glänzend erscheinen (4).
Dein Haar reagiert dabei wie ein empfindlicher Sensor auf Veränderungen im Hormonspiegel. Schon kleine Schwankungen können sich auf den Wachstumszyklus auswirken. Das macht die Haare zu einem wichtigen Indikator für die Funktion deiner Schilddrüse - lange bevor andere Symptome auftreten können.
Der tägliche Haarverlust: Wann besteht Grund zur Sorge?
Ein gewisser Haarverlust gehört zum natürlichen Zyklus unserer Haare und ist zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Im Durchschnitt verliert ein Mensch täglich zwischen 50 und 100 Haare, bei längerem oder dickerem Haar können es auch bis zu 150 Haare sein. Dieser normale Haarverlust fällt besonders beim Waschen und Bürsten auf.
Besorgniserregend wird es, wenn über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Haare ausfallen, sich das Haar insgesamt stark lichtet oder kahle Stellen entstehen.(5)

Ein einfacher Test kann dir helfen, deinen Haarverlust einzuschätzen: Führe mit den Fingern sanft durchs trockene Haar – dabei sollten normalerweise nur wenige einzelne Haare in deiner Hand zurückbleiben.
Verlierst du beim leichten Durchkämmen ganze Haarbüschel oder bemerkst du über Wochen hinweg eine deutliche Zunahme des Haarausfalls, solltest du dies ärztlich abklären lassen.
Besonders bei einer bekannten Schilddrüsenunterfunktion ist es wichtig, verstärkten Haarausfall frühzeitig mit deinem behandelnden Arzt zu besprechen, da dies ein Hinweis auf eine noch nicht optimal eingestellte Hormondosis sein kann.
Diagnostische Schritte bei Haarausfall: Von Schilddrüsenwerten bis zur Kopfhautuntersuchung
Bei Haarausfall sollten zunächst grundlegende Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um die Schilddrüsenfunktion und weitere mögliche Ursachen abzuklären. Von besonderer Bedeutung ist die Bestimmung der Schilddrüsenhormone TSH, fT3 und fT4, da eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) zu diffusem Haarausfall führen kann.
Ergänzend werden auch die Eisenwerte (Ferritin, Transferrin) sowie Vitamin-D- und Zinkspiegel kontrolliert, da diese Nährstoffe essenziell für gesundes Haarwachstum sind. Ein Dermatologe führt zudem eine gründliche Kopfhautuntersuchung durch, bei der das Verteilungsmuster des Haarausfalls und mögliche Entzündungszeichen beurteilt werden.
In manchen Fällen kann auch eine Kopfhautbiopsie sinnvoll sein, um autoimmune Prozesse auszuschließen. Diese umfassende Diagnostik mag zunächst überwältigend erscheinen, ist aber wichtig, um die richtige Therapie einleiten zu können.

Viele Betroffene erleben eine deutliche Verbesserung des Haarwachstums, sobald die zugrundeliegende Ursache, wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, erkannt und behandelt wird.
Tipps für den Arztbesuch
Die ersten Anlaufstellen bei Haarausfall können unterschiedliche Fachärzte sein. Der Hausarzt ist oft der erste Ansprechpartner und kann die grundlegenden Blutuntersuchungen wie Schilddrüsenwerte, Eisenspiegel und Vitaminwerte veranlassen.
Für eine spezialisierte Kopfhautuntersuchung und Trichogramm (mikroskopische Haaruntersuchung) ist der Dermatologe die beste Adresse. Bei auffälligen Schilddrüsenwerten erfolgt die weitere Abklärung beim Endokrinologen, hierbei ist zu beachten, dass es meist sehr lange dauert einen Termin beim Endokrinologen zu bekommen.

Wichtige Fragen, die Sie bei den Arztbesuchen stellen sollten:
- "Welche spezifischen Blutwerte sollten in meinem Fall untersucht werden?"
- "Wie lange kann es dauern, bis sich erste Behandlungserfolge zeigen?"
- "Gibt es Zusammenhänge mit anderen Symptomen, die ich bemerkt habe?"
- "Welche Rolle spielen erbliche Faktoren bei meinem Haarausfall?"
- "Sollte ich meine Ernährung umstellen oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?"
Hilfreich ist es auch, vor dem Arztbesuch ein Symptomtagebuch zu führen, in dem Sie dokumentieren:
- Seit wann der Haarausfall besteht
- Tritt der Haarausfall schubweise auf
- Wie viele Haare fallen ungefähr aus und variiert dies?
- Welche anderen Beschwerden treten auf zum Beispiel Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kälteempfindlichkeit?

Schonende Haarpflege bei Schilddrüsenunterfunktion: Praktische Tipps für den Alltag
Eine sanfte und durchdachte Haarpflege ist besonders wichtig, wenn deine Haare durch eine Schilddrüsenunterfunktion geschwächt sind. Wasche deine Haare mit einem milden, pH-neutralen Shampoo, das speziell für empfindliche Kopfhaut entwickelt wurde.
Die Wassertemperatur sollte dabei lauwarm sein, da zu heißes Wasser die Kopfhaut zusätzlich reizen und die Talgproduktion anregen kann. Massiere das Shampoo besonders behutsam ein, denn aggressive Bewegungen können die ohnehin geschwächten Haarwurzeln zusätzlich belasten.
Verzichte wenn möglich auf häufiges Föhnen, da die Hitzeeinwirkung die bereits fragilen Haare noch mehr strapaziert. Wenn du einen Föhn benutzen musst, stelle ihn auf eine niedrige Temperatur und halte ausreichend Abstand zur Kopfhaut. Auch von häufigem Färben, Glätten oder anderen chemischen Behandlungen ist vorübergehend abzuraten, bis sich deine Schilddrüsenwerte wieder normalisiert haben.
Eine Kopfhautmassage mit hochwertigen Ölen, wie Arganöl oder Jojobaöl, kann die Durchblutung fördern und deiner Kopfhaut wertvolle Nährstoffe zuführen. Führe diese Massage sanft mit den Fingerspitzen aus – etwa 5-10 Minuten zweimal pro Woche.
Denk auch daran, eine schonende Bürste mit abgerundeten Borsten zu verwenden und deine Haare nicht im nassen Zustand zu bürsten, da sie dann besonders empfindlich sind.

Diese Pflegetipps können die medizinische Behandlung deiner Schilddrüsenunterfunktion sinnvoll unterstützen. Beobachte dabei, wie deine Haare und Kopfhaut auf die verschiedenen Pflegemaßnahmen reagieren und dokumentiere dies in deinem Symptomtagebuch. Jeder Mensch ist individuell, und was bei dem einen gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch für den anderen optimal sein.
Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion: Wichtige Nährstoffe bei Haarausfall
Eine ausgewogene Ernährung spielt bei Haarausfall und Schilddrüsenunterfunktion eine wichtige unterstützende Rolle. Achte besonders auf Lebensmittel, die reich an Jod sind, da dieses Spurenelement essenziell für die Produktion der Schilddrüsenhormone ist.
Gute Jodquellen: sind Seefisch, Meeresalgen und jodiertes Speisesalz. Sei jedoch vorsichtig mit Jodergänzungsmitteln und sprich deren Einnahme unbedingt mit deinem Arzt ab, da eine unkontrollierte Jodzufuhr die Schilddrüsenfunktion auch negativ beeinflussen kann.
Proteine sind die Bausteine deiner Haare, integriere daher ausreichend eiweißreiche Lebensmittel in deinen Speiseplan. Dazu gehören mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und Quinoa. Auch die B-Vitamine, insbesondere Biotin, sind wichtig für gesundes Haarwachstum. Diese findest du in Vollkornprodukten, Nüssen und grünem Gemüse.

Achte auch auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, da ein Eisenmangel den Haarausfall verstärken kann. Kombiniere eisenreiche Lebensmittel wie Spinat, Linsen oder rotes Fleisch am besten mit Vitamin C-haltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten oder Paprika, da dies die Eisenaufnahme verbessert. Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Fisch, Leinsamen und Walnüssen enthalten sind, können zudem Entzündungsprozesse reduzieren und die Kopfhaut gesund halten. (6)
Vermeide stark zuckerhaltige und hochverarbeitete Lebensmittel, da diese Entzündungsprozesse im Körper fördern können. Trinke außerdem ausreichend Wasser, etwa 2 Liter täglich, um deinen Körper bei den Stoffwechselprozessen zu unterstützen.
Beachte dabei, dass bestimmte Lebensmittel wie Soja, Kohl oder Erdnüsse sogenannte Strumigene enthalten, die die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können. Genieße diese daher in Maßen und achte darauf, wie dein Körper darauf reagiert, auch hier ist es sinnvoll deine Symptomtagebuch weiter zu führen und deine Ernährung zu dokumentieren.
Therapieoptionen bei Schilddrüsenunterfunktion und Haarausfall
Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz bei Haarausfall im Zusammenhang mit Schilddrüsenunterfunktion ist entscheidend für den Therapieerfolg. Die Basis bildet die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion selbst, meist mit L-Thyroxin, das synthetische fT4 Schilddrüsenhormon.
Die richtige Einstellung der Hormone erfordert regelmäßige Kontrollen und manchmal mehrere Anpassungen der Dosis, bis der optimale Hormonspiegel erreicht ist. Häufig verbessert sich der Haarausfall bereits deutlich, wenn die Schilddrüsenwerte wieder im Normalbereich liegen.
Ergänzend können verschiedene Therapieoptionen zum Einsatz kommen. Bei nachgewiesenem Nährstoffmangel ist eine gezielte Substitution sinnvoll, beispielsweise mit Eisen, Zink oder Biotin. Diese sollten jedoch nur nach vorheriger Bestimmung der Blutwerte und in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. #
Auch topische Behandlungen können unterstützend wirken: Minoxidil-Lösungen können das Haarwachstum anregen, während spezielle Haarwasser mit Coffein die Durchblutung der Kopfhaut fördern.

In manchen Fällen kann eine PRP-Therapie (Plättchenreiches Plasma) in Erwägung gezogen werden, bei der körpereigenes, aufbereitetes Blutplasma in die Kopfhaut injiziert wird, um die Haarfollikel zu stimulieren. Diese Behandlung sollte jedoch erst begonnen werden, wenn sich die Schilddrüsenwerte stabilisiert haben.
Wichtig ist zu verstehen, dass die Regeneration der Haare Zeit braucht - oft mehrere Monate, bis erste deutliche Verbesserungen sichtbar werden. Eine regelmäßige Dokumentation des Fortschritts, beispielsweise durch Fotos, kann dabei helfen, auch kleine Erfolge sichtbar zu machen. Psychologische Unterstützung kann ebenfalls hilfreich sein, da Haarausfall oft eine erhebliche emotionale Belastung darstellt.
Begleitend sollten mögliche Stressfaktoren reduziert werden, da chronischer Stress sowohl die Schilddrüsenfunktion als auch den Haarausfall negativ beeinflussen kann. Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf und moderate Bewegung können den Heilungsprozess positiv unterstützen.
Du bist nicht allein - Erfahrung weiterer Betroffener
Sarah (34): "Als ich die Diagnose Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion bekam, waren meine Haare bereits stark ausgedünnt. Besonders belastend war für mich das morgendliche Haare waschen, jedes Mal lag der Abfluss voller Haare. Nach der Einstellung mit L-Thyroxin dauerte es etwa vier Monate, bis ich eine Besserung bemerkte. Heute, nach einem Jahr, sind meine Haare wieder deutlich kräftiger. Was mir sehr geholfen hat, war der Austausch in einer Selbsthilfegruppe."
Michael (42): "Bei mir wurde die Schilddrüsenunterfunktion erst spät erkannt. Ich dachte lange, der Haarausfall läge an der genetischen Veranlagung. Erst als weitere Symptome wie ständige Müdigkeit und Gewichtszunahme dazukamen, wurde meine Schilddrüse untersucht. Neben der Hormontherapie hat mir besonders die Umstellung meiner Ernährung geholfen. Ich achte jetzt sehr auf ausreichend Proteine und Vitamine."
Lisa (28): "Der Weg zur richtigen Diagnose war bei mir lang. Drei verschiedene Ärzte haben den Zusammenhang zwischen meinem Haarausfall und der Schilddrüse zunächst nicht erkannt. Erst eine Endokrinologin hat das große Blutbild gemacht und die Unterfunktion festgestellt. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, auf seinen Körper zu hören und hartnäckig zu bleiben. Meine Haare sind zwar noch nicht wieder so wie früher, aber ich sehe jeden Monat kleine Fortschritte."
Anna (45): "Das Schlimmste für mich war die psychische Belastung. Als Frau definiert man sich doch stark über die Haare. Die Kombination aus Hormontherapie, Nahrungsergänzungsmitteln und einer speziellen Kopfhautbehandlung hat bei mir gut angeschlagen. Wichtig war auch zu lernen, geduldig zu sein – die Haare brauchen einfach Zeit zum Nachwachsen. Was mir sehr geholfen hat, war ein Tagebuch zu führen, in dem ich die kleinen Fortschritte dokumentiert habe."
Thomas (39): "Anfangs war ich skeptisch gegenüber der Hormontherapie. Aber nachdem meine Werte gut eingestellt waren, verbesserte sich nicht nur der Haarausfall, sondern auch meine gesamte Lebensqualität. Ein guter Tipp von meinem Arzt war, Progress-Fotos zu machen. Wenn man sich täglich im Spiegel sieht, übersieht man leicht die kleinen Verbesserungen. Die Fotos zeigen mir, dass es stetig bergauf geht."

Der Umwandler
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Häufige Fragen
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Bei einer Schilddrüsenunterfunktion tritt meist ein diffuser Haarausfall auf. Das bedeutet, die Haare fallen gleichmäßig am ganzen Kopf aus, ohne kahle Stellen zu bilden. Die Haare werden zudem dünner, brüchiger und verlieren ihren Glanz. Oft lichtet sich auch das äußere Drittel der Augenbrauen.
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Der wichtigste Schritt ist die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion mit L-Thyroxin. Zusätzlich helfen eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Eisen und B-Vitaminen sowie eine schonende Haarpflege. Die Besserung des Haarausfalls tritt meist 3-6 Monate nach Beginn der korrekten Hormoneinstellung ein.
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- Müdigkeit und Erschöpfung
- Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährung
- Haarausfall und trockene Haut
- Kälteempfindlichkeit
- Verstopfung
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Depressive Verstimmungen
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Zu Beginn der L-Thyroxin-Therapie kann vorübergehend verstärkter Haarausfall auftreten. Dies ist normal und bessert sich nach einigen Wochen von selbst. Langfristig führt die richtige Einstellung mit L-Thyroxin zu einer Verbesserung des Haarwachstums, da die Schilddrüsenunterfunktion als Ursache des Haarausfalls behandelt wird.
(Bargujar P, Pahadiya HR. Hair loss in hypothyroidism. BMJ Case Rep. 2024 Jul 18;17(7):e260925. doi: 10.1136/bcr-2024-260925. PMID: 39025800.
Contreras-Jurado, C., Lorz, C., García-Serrano, L., Paramio, J. M., & Aranda, A. (2025). Thyroid hormone signaling controls hair follicle stem cell function - PMC. Molecular Biology of the Cell, 26(7). https://doi.org/10.1091/mbc.E14-07-1251
Chang, L.-Y., Plikus, M. V., Jablonski, N. G., & Lin, S.-J. (2025). Evolution of long scalp hair in humans. British Journal of Dermatology. https://doi.org/10.1093/bjd/ljae456
Ramot, Y., & Paus, R. (2018, November 5). Neuroendocrine controls of keratin expression in human skin. IntechOpen.
Piérard-Franchimont, C., & Piérard, G. E. (2013). "Telogen effluvium: a frequent presentation of hair loss." World Journal of Dermatology, 2(3), 18-23.
Guo, E. L., & Katta, R. (2017). "Diet and hair loss: effects of nutrient deficiency and supplement use." Dermatology Practical & Conceptual, 7(1), 1-10.